OpenSource- und kommerzielle Software haben verdammt viele Gemeinsamkeiten.

Wie man auf meinem Arbeitsplan einsehen kann, verbringe ich viel Zeit mit der Erarbeitung meines Businessplans.
Bei der Frage aber, wie sich denn Open-Source-Projekte nun eigentlich finanzieren lassen, lande ich oft “nur” auf Webseiten, die vor allem die Unterschiede zwischen Open-Source und proprietärer Software hervorheben.

Was ist aber mit den Gemeinsamkeiten?

Schaut man einmal genauer hin, kommt man doch ein wenig ins Staunen. Zum Glück! … denn so bleibt mein Businessplan mehr als nur eine Ansammlung vieler ideeller Wertevorstellungen.

Open-Source-Software sowie proprietäre/kommerzielle Software:

  • müssen ein Kundennutzen oder -bedürfnis befriedigen
    • eine Lösung anbieten
    • Probleme des Alltags lösen oder vereinfachen
  • benötigen die gleichen Ressourcen, die sie besser nicht von ihren Kunden abverlangen sollten:
    • Geld (Webseite, Zeit)
    • Hardware
    • Zeit
    • Nerven
  • müssen funktionieren (dem Kunden ist egal wie)
  • sollten mehr Nutzen bringen als Aufwand kosten
  • haben Konkurrenten
    • im Open-Source-Bereich
    • im kommerziellen Bereich
    • in beiden Bereichen
  • benötigen eine stetige Kommunikation
    • zum Kunden und zurück
    • zwischen den Entwicklern (am besten mit dem gleichen Ziel/gleicher Vision)
  • müssen zuverlässig sein
  • müssen performant sein
  • müssen benutzerfreundlich sein
  • müssen technisch lösbar sein
  • benötigen motivierte und kompetente Mitarbeiter
  • brauchen weniger Features als Solutions (Lösungen)
  • benötigen Marketing
  • benötigen Akzeptanz und Vertrauen des Kunden
  • sollten keine großen Einstiegshürde für Benutzer und Entwickler darstellen
    • sollten eine gute und schlüssige Dokumentation mitbringen
    • verständlichen Programmiercode (keine Hacks, keine Workarounds) pflegen
  • sollten Support liefern
  • müssen ein gutes Image aufbauen
  • müssen irgendwann einmal in irgendeiner Form released werden
  • müssen entwickelt werden, bevor sie der Kunde das erste Mal sieht
  • sollten nach einen “Bauplan” erstellt werden
  • werden fast immer von Menschen (mit allen ihren Schwächen) entwickelt
  • haben Bugs sowie Sicherheitslöcher und müssen daher ordentlich getestet werden
  • sollten auf Kundenfeedback eingehen
  • sollten das Rad nicht noch einmal erfinden
  • sollten den Kunden Zukunftssicherheit bieten
  • sollten in irgendeiner Form innovativ sein (Alleinstellungsmerkmal)
  • haben oft eine Lizenz
  • können scheitern und niemals fertig werden
  • sind anfällig für Murphys Gesetze

Ich bin mir ganz sicher, dass diese Liste noch nicht vollständig ist. Habt ihr noch Ergänzungsvorschläge? Ich freue mich über eure Meinung.

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1 Kommentar zu „OpenSource- und kommerzielle Software haben verdammt viele Gemeinsamkeiten.“

  1. miriam sagt:

    da hast du definitiv recht!

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