Tja, nun hat es mich also auch erwischt!
Während Abend für Abend Medienvertreter, Politiker und Wirtschaftsbosse aller Art “scharfsinnig” vor dem Emblem eines wichtigen deutschen Autoherstellers in die Kameras blitzen, gehen reihenweise unbeachtet die vielen kleinen mittelständischen Unternehmen im Sumpf der Wirtschaftskrise unter.
Erst trifft es noch einen Fernbekannten, irgendwann deinen Nachbarn und dann, ganz unvermutet! … dich selbst.
Zack! … und „plötzlich“ bist du arbeitslos.
Schwups! … und “plötzlich” ist deine Arbeitskraft, deine Erfahrung, dein Engagement nichts mehr wert.
Es war vor fast genau drei Wochen, als ich morgens wie eh und je meinen Arbeitsplatz aufsuchend, noch nicht erahnte, das dies mein letzter Arbeitstag sein würde.
„Betriebsbedingt!“ bekam ich, auf eine Erklärung wartend, zu hören.
Wumms! Nur ein Wort!
Auf einmal hast du nichts mehr zu tun, nichts mehr zu sagen und schlussendlich auch nichts mehr zu verlieren.
„Sie können jetzt sofort gehen! Viel Glück! Auf Wiedersehen.“ Hmmm ja! … „Auf Wiedersehen?!“
Natürlich wäre ich sehr naiv gewesen, hätte ich nicht schon vorher bemerkt, dass die Auftragslage schlecht aussieht. Dass es über kurz oder lang nichts mehr zu tun, schlimmer noch, nichts mehr an Arbeitsleistung zu bezahlen gibt.
Man tut gut daran, das habe ich auch dieses Mal wieder gelernt, nicht aus Bequemlichkeit seine Augen, seine “Spürnase” oder gar seinen Verstand zu verschließen. Es ist gut zu wissen, wo man als nächstes hingehen will, wenn das eigene Angestelltenverhältnis einem selbst oder jemand Anderem nicht mehr gefällt.
Den Kündigungspapieren entsprechend beginnt mit dem neuen Jahr meine ganz persönliche Arbeitslosigkeit und ich möchte diesen neuen Lebensabschnitt mit euch teilen.
Selbst wenn ich auch ein wenig traurig zu meiner alten Arbeitsstelle zurückblicke, so sehe ich in dem Abschied eben auch einer riesige Chance: Die einzigartige Möglichkeit, mich und meine Träume zu verwirklichen.
Ich möchte kein Miesmacher sein, der alles Schlechte nur noch schlimmer redet. Ich möchte anpacken! Loslegen! Dem Glück in die Bluse fassen. Jetzt endlich den nötigen Mut zur Veränderung finden.
Daher lade euch ich ein, mich bei meinen Weg in die Selbständigkeit – beim Siegen, beim Verlieren, und beim Wiederaufstehen zu begleiten. Auch wenn dieser Blog ursprünglich nie dafür gedacht war, so soll er doch ab heute Geschichten aus meinem „neuen Leben“ erzählen.
Von nun an weiß ich genauso wenig wie du, wie sich mein Leben entwickeln wird. Es würde mich dennoch freuen, wenn du mir und den anderen Lesern dabei zuschaust, wie aus einem Ende ein neuer Anfang wird.








Du musst wissen, das Glück ist eine Frau. Launisch, manchmal flatterhaft, meist mit einer eigenen Logik. Ich kenn mich da aus, ich bin eine Frau.
Wenn Du also die Absicht hast, dem Glück einfach so in die Bluse zu fassen, dann solltest Du sicher gehen, dass Du keine Ohrfeige dafür bekommst.
Umwirb es mit Lächeln, kleinen Geschenken und geistreichen Sprüchen, geize nicht mit Humor.
Dann erhältst Du eventuell den ersten Kuss. Aber Vorsicht! Vor dem “In-die-Bluse-fassen” wartest Du besser noch ein paar Küsse ab.
Sonst ist die Herrlichkeit gleich wieder vorbei.
Wär doch schade drum.